Studium und Lehre

Sommersemester 2021

HANNOVER TOTALE IV – ARCHIPELAGO

 

Mit HANNOVER TOTALE wenden wir uns wieder einmal mit allen Semestern übergeordnet der Stadt Hannover zu. Im Sommersemester 2021 fliegen wir mit einem sondierenden Blick über das Stadtzentrum und seine Ränder. Wir tauchen in einer Art „Sturzflug“ zu Orten hinab, die im Verborgenen zu schillern scheinen. Ihnen ist gemein, dass sie von ihrer Umgebung durch monofunktionale Nutzung oder stadträumlich durch Straßenzüge, Wasserschneisen oder Eisenbahntrassen isoliert sind. Beispielhaft picken wir Orte heraus, die zwar eine herausragende Lage oder spezifische Qualität aufweisen, deren Potenziale allerdings nicht ausgeschöpft werden. Der Begriff des Archipels verweist hier auf die Stadttheorie des Green Archipels von Ungers, Kollhoff et al. Ihrer Vision von 1977 für eine heterogene Stadtordnung und -erfahrung über dezentral und solitär wirksame Architektur stellen wir die Potentiale vergessener Orte in Hannover gegenüber: Leere Kaufhäuser, untergenutzte Parkgaragen, windige Betondächer, vergessene Freiräume - inselartige Figuren im Stadtgrundriss mit einer Sehnsucht, sich mit den Räumen der Stadt und ihrem Leben neu zu verbinden.


Gebäudelehre II - Archipelago: Über den Dächern

2. Semester

Als Teil des baulichen Erbes der Wohlstandsgesellschaft der 1950er und -60er Jahre, haben sich Großstrukturen des stationären Handels landesweit in unseren Innenstädten etabliert. In Ihrer Dimension haben sie großen Einfluss auf das Bild unserer Innenstädte: Park- und Kaufhäuser fügen sich zu einem regelrechten Archipel aus Großbausteinen. Im Sommersemester 2021 stellen wir die Frage nach einem angemessenen Umgang mit diesen "Betontankern". Neben dem Abriss und der Umnutzung bietet die Aufstockung eine gute Möglichkeit innerstädtischen Potenziale für gemeinschaftliche Nutzungen und Freiflächen zu aktivieren.

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Gebäudeentwurf II - Archipelago: Kanuclub an der Leine

4. Semester

Kaum hat sie den Maschsee verlassen, zieht die Leine eine scharfe Kurve und formt eine kleine Landzunge. Ein Bahndamm in der Nähe macht die Oase am Stadtrand schwer zugänglich. Es mischen sich Geräusche des Wassers mit dem Rauschen von Baumkronen und Güterzügen, mit Stimmen von Vögeln, dem Brutzeln grillender Camper und Zurufen unter Sportler*innen. Im Rahmen der Thesis entwerfen wir im Sommersemester 2021 für diese „Insel“ einen Ort für den Kanuten- und Paddelsport.


Bachelorthesis - Archipelago: Kanuclub an der Leine

Abschlussarbeit

Kaum hat sie den Maschsee verlassen, zieht die Leine eine scharfe Kurve und formt eine kleine Landzunge. Ein Bahndamm in der Nähe macht die Oase am Stadtrand schwer zugänglich. Es mischen sich Geräusche des Wassers mit dem Rauschen von Baumkronen und Güterzügen, mit Stimmen von Vögeln, dem Brutzeln grillender Camper und Zurufen unter Sportler*innen. Im Rahmen der Thesis entwerfen wir im Sommersemester 2021 für diese „Insel“ einen Ort für den Kanuten- und Paddelsport.

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Projekt Lang - Archipelago: Betontanker

Master

Stadt und Handel stehen seit jeher in einem symbiotischen Verhältnis. Der permanente gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungsprozess erfordert heute mehr denn je eine große Anpassungsfähigkeit der Handelsstrukturen, sowohl in der Neukonzeption als auch im Bestand. Im Sommersemester 2021 stellen wir die Frage nach einem angemessenen Umgang mit diesen „Kathedralen der Wohlstandsgesellschaft“.

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Seminar - Wie wir wohnen

 

Die Bedeutung der Wohnung in unserer Gesellschaft ist vielschichtig. Die Wohnung ist der private Raum für Rückzug und Erholung, sie nimmt Funktionen menschlicher Grundbedürfnisse auf. Ganz konkret ist eine Wohnung eine Notwendigkeit und Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Art und Weise wie wir wohnen hat somit ganz unterschiedliche Dimensionen, die untereinander in einem dynamischen und spannungsvollen Kräfte Verhältnis stehen und sich innerhalb der eigenen Wohnung niederschlagen. Sie ist gleichsam unser intimster Ort, sowie ein Spiegel unserer gesellschaftlichen Zuordnung und damit in der Lage alltägliche Muster und Gewohnheiten abzubilden. Im Seminar wird die Wohnung als Ort der Alltagspraxis und individueller Verwirklichung im Zusammenhang mit ihrem architektonischen Raum untersucht.

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Workshop - Arne's Erbe II: Bella Vista

 

In der Gesamtkonzeption zum Umgang mit dem zerstörten Schloss Herrenhausen und dem 300-jährigen Bestehen des "Großen Gartens" schlug Arne Jacobsen 1964 anstelle einer Rekonstruktion des Welfenschlosses eine monumentale Plastik als Entree und als Aussichtsplattform zu den Gärten vor. Eine schwebende Leichtigkeit andeutend spricht der Entwurf in modernen Worten und einer öffentlichen Programmierung von einer Öffnung der Herrenhäuser Gärten zur Stadt und zur Stadtgesellschaft.

Im Rahmen unserer Seminarreihe "Arne's Erbe" beschäftigen wir uns mit dieser Vision Jacobsens für die Herrenhäuser Gärten, unseren ungebauten Nachbarn. Was für eine radikale und mutige Idee, die für viele, die meisten in Hannover unbekannt ist.


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