Gebäudeentwurf I


Meins, Deins Unser 

Modelle für ein zeitgenössisches Wohnen in Hannover Mitte

3. Semester

Besitzansprüche formuliert man meinst im Bezug auf Gegenstände.
„Meins, Deins, Unser“ ist aber gleichermaßen ein Thema der Architektur, insbesondere dort, wo Öffentliches und Privates aufeinandertreffen, sich das „ich“ mit dem „wir“ arrangieren muss: im Wohnungsbau.
Die Frage nach dem richtigen Maß von teils gemeinschaftlichen Flächen, teils individuellen Rückzugsorten ist besonders für das Wohnen im städtischen Kontext zu diskutieren. Hier lassen sich zunehmend Einpersonenhaushalte verzeichnen, während gleichzeitig ein Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit geäußert wird.
Konventionelle Wohnungsgrundrisse, die das Familienbild der 1950er-Jahre bedienen, gilt es durch zeitgenössische Wohnkonzepte abzulösen. Doch wie umgehen mit den scheinbar gegensätzlichen Bedürfnissen unserer Gesellschaft? Das „minimale Wohnen“ ist Ausgangspunkt einer Aufgabe, deren Ziel die architektonische Auseinandersetzung mit dem eigenen sowie dem gemeinsamen Raum ist, um originelle Modelle für zeitgenössisches Wohnen in Hannover vorzuschlagen.

Das Entwurfsgrundstück befindet sich in Hannover Mitte. Seine dreieckige Form wird von den umliegenden Straßen definiert, die gleichermaßen die derzeitige Grundstücksnutzung als Parkplatz prägen. Das zu planende Wohnhaus übernimmt demnach nicht nur die Aufgabe eines neuen Stadtbausteins, sondern will gleichermaßen die Transformation der „Restfläche“ zu einem Schwellenraum bewirken. Der Übergang von Privat zu Öffentlich ist also auch als städtebauliches Thema zu begreifen und in unterschiedlichen Maßstäben in das Entwurfskonzept einzuarbeiten.

 

Betreuung: dienstags, 14-17 Uhr

Wiss. MitarbeiterInnen: Lea Frenz, Hannes Hölscher

Tutor: David Troost